KinderWinterKleiderbus

Unterstützung , die dort ankommt, wo sie gebraucht wird

Die Idee zu diesem „Projekt“ entstand in den Anfängen der Coronapandemie 2021. Viele Eltern waren in Branchen beschäftigt, die besonders hart und als Erste von den Folgen der Coronapandemie betroffen waren und zum Teil ihre Arbeitsstellen verloren hatten. Der Kontakt zu unterstützenden Strukturen wie Jobcentern, Arbeitsagenturen und Ausländerbehörden war erschwert.

Das oft jahrelang professionell und institutionell mühsam aufgebaute Unterstützungssystem der einzelnen Familien brach von heute auf morgen vollständig weg. Viele Eltern setzen alle Kräfte ein, um die Familie finanziell über Wasser zu halten und dennoch leben viele am Existenzminimum.

Der Bedarf nach dem Grundlegendsten, wie warme Sachen, Schuhe, Hosen, Pullover, Jacken, Mäntel äußerten die Familien gegenüber dem Haus für Familien bereits in den kalten Tagen von Januar - April 2021. Aus diesem Bedarf entwickelte das Team der Ev. Familienbildung Anfang 2021 die Möglichkeit einer mobilen Kleiderkammer, die in coronakonformer Weise betrieben werden konnte. Innerhalb weniger Tage wurde eine Winterkleideraktion für Kinder verwirklicht. Dank dem Aufruf einiger Aachener Pfarrer und der Spendenbereitschaft der Gemeindemitglieder war schnell ein Kontingent an sehr gut erhaltener Winterkleidung für Kinder vorhanden. Die Familien, die in besonders herausfordernden Lebenssituationen lebten, konnten telefonisch Winterkleidung „bestellen“. Die Aktion war eine sinnvolle Ergänzung zu bestehenden Maßnahmen, wodurch Kooperationen wie mit dem Sozialkaufhaus der WABE, das zu dieser Zeit auch geschlossen war, entstanden. In coronakonform verpackter Weise holten die Familien die Kinderkleidung an vereinbarten Terminen am Martin-Luther-Haus ab. Im Außenbereich des Hauses wählten die Eltern die Kleidung, die vorher nach verschiedenen Auswahlkriterien zusammengestellt war. Von dieser Aktion haben bis heute viele hundert Familien aus Aachen profitiert.

Nach dem Wegfall der Kontaktbeschränkung war es möglich mit den gesammelten Kleiderspenden regelmäßig zu Aachener Grundschulen wie der Mataréestraße, Beeckstraße zu fahren und die Kleiderweitergabe direkt auf dem Hofgelände durchzuführen. Dabei ist es dem Team stets wichtig, dass die Kleidung stets ansprechend aufgebaut wird und die Menschen nicht das Gefühl der Bittstellung umgibt. Die Projektmitarbeitenden kommunizieren auch stets das verbundene Prinzip des „Kleiderkreisels“ dieses Projekt. Sobald die abgegebene Kleidung zu klein geworden ist, wird sie wieder in den Kreislauf gegeben.

Wichtig für den Erfolg des Projekts ist die verbundene Lotsentätigkeit. Über die Kleiderausgabe kommt das Team immer wieder in den Austausch mit den Menschen zu sehr wichtigen und persönlichen Themen. Somit übernimmt das Projektteam auch eine Lotsenfunktion an in unserem Netzwerk passende Unterstützungsstrukturen wie Schuldnerberatung, Jobcenter, Jugendamt, Kindertagesstätten, oder die Schulsozialarbeit.

Wir danken dem MKFFI des Landes NRW und dem Jugendamt der Stadt Aachen für die Förderung über das Aktionsprogramm „Aufholen nach Corona“.

Falls sie gut erhaltene Kleiderspenden haben, melden sie sich gerne bei:

Info und Kontakt: Marianne Kaufmann, Tel.: 0241-5152949 oder marianne.kaufmann@ekir.de

Nähwerkstätten

Der rote Faden, der verbindet

Unsere Nähwerkstätten spiegeln das Haus für Familien wider. Sie sind ein Raum für Begegnungen, Kommunikation und Informationsaustausch für Frauen aus herausfordernden Lebensumständen. Dort gibt es die Möglichkeit des Austausches und es ist ein Raum der Entwicklung und individuellen Gestaltung. Viele der Frauen, die wir mit den Nähwerkstätten erreichen, sprechen wenig bis kein Deutsch. Aus diesem Grund bieten wir die Kurse in 4 Sprachen an. (türkisch, arabisch, russisch und deutsch). Nach und nach werden anwendungsorientiert Sprachinhalte auf Deutsch von den Referierenden integriert und somit ein motivierender Zugang zur deutschen Sprache geschaffen, auf den aufbauend, Frauen im Anschluss an einem Alltagssprachkurse innerhalb des Hauses für Familien teilnehmen können.

 

Info und Kontakt: Marianne Kaufmann, Tel.: 0241-5152949 oder marianne.kaufmann@ekir.de

LernWerk „miteinander lernen“

Außerschulische Lernförderung für Schüler:innen aus herausfordernden Lebenssituationen

An 40 Samstagen pro Jahr vermitteln Studierende bis zu 160 Schüler:innen in Kleingruppen (max. 5-6 Schüler:innen) umfassend fachliche Inhalte in den Fächern Deutsch, Englisch und den MINT-Fächern. Darüber hinaus erlangen sie soziale, persönliche und emotionale Kompetenzen.

Das Projekt ist bereits 2009 von der Evangelischen Familienbildung- Haus für Familien nach Anregung von zugewanderten Familien entwickelt worden. Eltern berichteten von Schulfrust und Lernangst ihrer Kinder. Gleichzeitig kam von Studierenden der Hinweis auf die fehlende praxisnahe Ausbildung im Lehramtsstudium. Aus der Perspektive von Betroffenen entstand in einem mehrjährigen gemeinsamen Erfahrungs- und Entwicklungsprozess mit Studierenden und Mitarbeitenden des Lehrerbildungszentrums (LBZ) der Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen das Förderprogramm „miteinander – lernen“.

Zielgruppe des Projekts sind junge Menschen im Alter von 7- 25 Jahren mit Deutsch als Zweitsprache und deren Eltern. Immer mehr Kinder und Jugendliche wachsen in einem herausforderndem Lebensumfeld auf. Das Projekt bietet eine Antwort auf die gesellschaftlichen Anforderungen der Bildungsgerechtigkeit, Integrationsleistung und Chancengleichheit. Die Eltern können sich keine kontinuierliche kommerzielle Nachhilfe leisten und sind aufgrund fehlender bundesweit einheitlicher Vorgaben im unübersichtlichen Bildungssystem überfordert.

Das außerschulisches Förderangebot, eine innovative Lernkultur, integrierte Teamentwicklung führen zu einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Eigenverantwortlichkeit steht dabei im Mittelpunkt, denn die Teilnahme ist freiwillig. Die Schüler:innen nehmen am Projekt teil, solange sie einen Förderbedarf spüren und eine Einbindung in Kleingruppen wünschen. Individuelle Stärken der Schüler:innen werden gefördert und der Fokus auf die vorhandenen Kompetenzen gelegt und eine Defizitorientierung vermieden.

Die Eltern sind Bildungsbegleiter:innen für ihre Kinder und entwickeln im Verlauf des Projekts ein eigenes Bildungsinteresse. Sie bauen ein Vertrauen zu den Studierenden auf, wodurch Kommunikationsschwelle niedriger ist und die Eltern in ihrer Funktion als Bildungsberater:innen gestärkt werden. Wir bedanken uns beim MKFFI für die Förderung über das Aktionsprogramm „Werte Vermittlung“ sowie den ZONTA Aachen, durch deren Förderung wir spezielle Lerngruppen für Mädchen möglich machen können.

Info und Kontakt: Karin Blankenagel, Tel.: 0241-5152949 oder karin.blankenagel@ekir.de

NaturErleben

Naturpädagogik auf dem Bauernhof

Fehlende Kontakte, innerfamiliärer Stress, verstärkter Medienkonsum und fehlende Begegnungsmöglichkeit: All das waren und sind Auswirkungen der Kontaktbeschränkungen in Folge der Coronapandemie. Hinzu kamen mangelnde Bewegungsmöglichkeiten aufgrund enger Wohnverhältnisse ohne Rückzugsmöglichkeiten, die viele Herausforderungen für Familien mit sich brachten und bringen.

Im Projekt „NaturErleben“ wird Familien in herausfordernden Lebenslagen die Möglichkeit gegeben werden auf dem Gelände des Hofs „Gut Poch“ am Rande der Stadt Aachen die vielfältigen Bildungs-, Beratungs- und Begleitangebote der Evangelischen Familienbildung in der Natur zu erleben und zu erfahren. Kreative Spiel- und Bewegungsangebote wie Barfußpfade, Niedrigseilgärten, Kontakt zu Tieren werden in bewährte Bildungs- du Familienangebote eingebunden. Die gemeinsamen Aktivitäten im Freien fördern dabei den Stressabbau, das Selbstbewusstsein und die Selbstwahrnehmung durch neuartige Sinneswahrnehmungen. Die Chance Freizeitgestaltung bewusst nach Draußen zu verlagern, regt den Austausch mit anderen Familien an und durch das Teilen von neuen Erfahrungen entsteht ein Gefühl der Verbundenheit in der Gruppe. Die Aktivitäten werden bewusst ausgewählt und gestaltet, um für einen körperlichen und seelischen Ausgleich zu sorgen und zum Abbau von Stress beizutragen.

Bewusster Umgang mit Tieren und der Natur soll die individuelle Entwicklung stärken. Umweltbewusstes Handeln überträgt sich auf die Haltung und die Förderung der Gesundheit. Hier erleben die Familien ihre Umwelt unmittelbar, gewinnen so ein Bewusstsein für die Abläufe der Natur und machen unbekannte Erfahrungen. Das Auseinandersetzen mit Umwelt und der Natur fördert die Entwicklung und Sensibilität füreinander sowie die Persönlichkeitsentwicklung der Familien.

Das Projekt auf dem Hof ist in die Arbeit der Familienbildung eingebunden und versteht sich als Teil deren Arbeit. Dadurch ist es auch ein Teil des breit aufgestellten Netzwerkes des Hauses für Familien. Bestehende Angebote wie Elterncafes, Mutter-Kind Treffen und Familientreffen im Kita-Alter werden vor Ort eingebunden und durch pädagogische Fachkräfte betreut. Das Einbinden einer Motopädin fördert das Rahmenkonzept der Sinneserfahrungen in der Natur und der Förderung der Sozialkompetenz durch Übungen zur Selbst-, Körper und Sinneswahrnehmung.

Die konkrete Umsetzung der Kurseinheiten werden mit allen Beteiligten (Eltern, Ehrenamtlichen, Kindern, dem Eigentümer des Hofes, den Kursleiter:innen, der Projektleitung und der Evangelischen Familienbildung, Kooperationspartner:innen, Freiberufler:innen) entwickelt und einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess unterzogen. Sie orientiert sich an den Bedürfnissen, der Entwicklung sowie den Fähigkeiten der Kinder und Familien und bindet sie aktiv und partizipativ ein.

Info und Kontakt: Astrid Simons, Tel.: 0157-88913390 oder willkommen@efam-aachen.de


Kursort:
Gut Poch, Strüverweg 72, 52070 Aachen.
Buslinie 54, Haltestelle: Aachen-Soers

Alltagssprachkurse

Deutschkurse ohne Hürden

Insgesamt 10 Stunde pro Woche aufgeteilt auf 3 Kurse können wir Alltagssprachkurse für zugewanderte Menschen anbieten. Das Sprachangebot zur Förderung der Mehrsprachigkeit wird von der Stadt über das Förderprogramm „griffbereit“ möglich gemacht.

Nach wie vor ergeben sich lange Wartezeit für zugewanderte Menschen, bis sie einen Zugang zu einem Sprachkurs erhalten. Meist wertvolle Zeit, in der die Integration stockt. Denn Sprache ist der Schlüssel zu einer gelungenen und nachhaltigen Teilhabe an der Gesellschaft. Im Haus für Familien ist die Teilhabe am Kurs unabhängig vom Aufenthaltsstatus, Herkunftsland oder der Bleibeperspektive möglich. Lehramtsstudierende der RWTH vermitteln dabei anwendungs- und bedarfsorientierte Sprachkompetenzen.

Die Nachfrage nach den Kursen ist groß. Daher bitten wir bei Interesse um eine vorherige Anmeldung unter

Info und Kontakt: Marianne Kaufmann, Tel.: 0241-5152949 oder marianne.kaufmann@ekir.de

REACT - EU

Finanzielle Unterstützung zur digitalen Transformation

In der Zeit der Corona- Pandemie hat sich gezeigt, dass auch die Digitalisierung notwendig ist, um Familien trotz Kontaktsperre, pandemiebedingter Schließungen oder Begrenzungen zu erreichen, mit ihnen in Kontakt zu bleiben und sie im Alltag zu begleiten. Wir haben gelernt, wie notwendig der Zugang zu funktionsfähigen digitalen Geräten für alle Familien ist. Doch ist er längst nicht selbstverständlich – auch nicht in dieser Zeit. Neben den Internetverbindungen und funktionsfähigen digitalen Endgeräten fehlte es vielen Familien auch oft an digitalen Grundkenntnissen.
Die finanzielle Unterstützung aus dem REACT-EU - Europäischer Fond für regionale Entwicklung der EU hilft uns, eine zeitgemäße Grundlage für eine Digitalisierung zu schaffen, die im Haus den Besucher:innen direkt zugängig gemacht wird. Es finden bereits PC-Kurse für Mütter von Müttern, digitale Lernförderung und digitale Lernwerkstätten statt. Deutschkurse, Sprachkurse und Kommunikationskurse nutzen die Geräte direkt, nachdem diese unser Haus erreicht haben. Die Förderung hilft uns dabei, unsere Angebote im digitalen Bereich auszubauen, zu erweitern und an die vielfältigen Bedarfe der uns anvertrauen Familien anzupassen. Mittlerweile arbeiten sehr viele Referent:innen z.B. mit den Smartboards. Es hat sich bereits herausgestellt, dass diese Smartboards, eine große Bereicherung für alle Besucher:innen und Referent:innen unseres Hauses sind.
Wir bedanken uns beim Land NRW und allen Verantwortlichen für diese einmalige Chance.

 

Gesunde Familiengrundschulen

Förderprogramm "kinderstark - NRW schafft Chancen"

Seit dem 10. Juli 2020 fördert das Land NRW im Rahmen des Förderprogramms „kinderstark - NRW schafft Chancen“ zum weiteren Aufbau der Präventionsketten in Aachen das Projekt „Gesunde Familiengrundschule Aachen“. An derzeit 5 Standorten wird das Konzept „Gesunde Familiengrundschule Aachen“ vom Haus für Familien umgesetzt. Familiengrundschulen sind Orte für Bildung und Beratung im Stadtteil. Sie fördern den weiteren Ausbau eines multi-professionellen Netzwerks zur Unterstützung von Familien im Quartier und bündeln verschiedene, insbesondere präventive Angebote an den Grundschulen. Sie bilden sozialräumliche Knotenpunkte und eine Anlaufstelle für Familien. Zudem werden auf Anfrage der Eltern, Referenten zu unterschiedlichen Themen ins Elterncafé als Gäste eingeladen. Auf diese Weise wird eng an den Bedarfen der Eltern orientiert beraten und unterstützt. Familiengrundschulen sind Orte der Begegnung, Beratung, Partizipation und Bildung für Kinder und Eltern. Angelehnt an das Konzept der Familienzentren NRW setzen die Familiengrundschulen die kommunale Präventionskette im Primarbereich fort.

Das Haus für Familien - Ev. Familienbildung Aachen hat die Arbeit in den folgenden Schulen übernommen:

  • Annaschule, EGS, Jesuietenstr. 18-20, 52062 Aachen
  • KGS Beeckstr. Beeckstr. 15-17, 52062 Aachen
  • Schule am Fischmarkt, Jesuietenstr. 8, 52062 Aachen
  • KGS Luisenstr. Luisenstraße 42, 52070 Aachen

Vor dem Hintergrund der gesundheitlichen Chancengleichheit brauchen gerade Familien in schwierigen sozialen Lagen Unterstützung und Anregungen zur gesunden Gestaltung des Alltags. Die Familiengrundschule bietet durch inkludierte Elterncafés einen niedrigschwelligen. Die Erfahrungen zeigen, dass die Cafés den Eltern die Möglichkeit bieten, persönliche Fragen zu stellen und sich ohne Scham über Alltagsthemen, unter anderen auch die Gesundheit und Ernährung der Kinder betreffend, auszutauschen. Dabei müssen die Möglichkeiten der Entwicklung einer Gesundheitskompetenz im Alltag möglichst niedrigschwellig und transparent sein, um angenommen zu werden. Zudem muss die Gesundheitsförderung in möglichst allen Lebenswelten stattfinden, um im Alltag verankert zu werden.

So eigenen sich besonders Grundschulen als Ort der Gesundheitsbildung. Kinder im Grundschulalter sind probierfreudig und neugierig. Inhalte zu den Themen ‚Ernährung‘ und ‚Bewegung‘ treffen hier auf viel Begeisterung und Aufmerksamkeit. Doch ist es mindestens genauso wichtig, auch die Gesundheitskompetenz der Eltern zu fördern. Der regelmäßige Besuch der Eltern und die vorhandene Vertrauensbeziehung zum Schulpersonal sind eine geeignete Basis, aufklärende und unterstützende Angebote zu Gesundheitsthemen vorzustellen und so gezielt präventiv zu wirken. Die dringend notwenige Elternarbeit findet insbesondere in den Elterncafé statt. Die Elterncafés sind ein großer Erfolg. Jedes Elterncafé wir wöchentlich von bis zu 25 unterschiedlichen Frauen besucht und ist häufig ein Willkommensanker in weitere Unterstützungsangebot der Familienbildung oder kooperierender Organisationen.

 

Das Haus für Familien - Ev. Familienbildung Aachen hat die Arbeit in den folgenden Schulen übernommen:

  • Annaschule, EGS, Jesuietenstr. 18-20, 52062 Aachen
  • KGS Beeckstr. Beeckstr. 15-17, 52062 Aachen
  • Schule am Fischmarkt, Jesuietenstr. 8, 52062 Aachen
  • KGS Luisenstr. Luisenstraße 42, 52070 Aachen

 

Info und Kontakt: Marianne Kaufmann, Tel.: 0241-5152949 oder marianne.kaufmann@ekir.de

 

 

Angebote aus dem Aktionsprogramm „Aufholen nach Corona – für Kinder und Jugendliche“ des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend

Mit Hilfe dieser Förderlinie schaffen wir Angebote, damit Kinder, Jugendliche und ihre Familien Versäumtes wieder auf- und nachholen können.
Unsere Angebote in diesem Rahmen umfassen vorallem Angebote im Bereich der frühen Hilfen.
Die kostenfreie Eltern-Baby- und Kleinkindsprechstunde und das Familiencafé am Freitagnachmittag richten sich an alle Eltern mit Kindern von 0-3 Jahren. Erfahrene Kinderkrankenpflegerinnen und Pädagoginnen geben Rat und Hilfe zu allen Themen rund um Babys und Kleinkinder.
Die Eltern-Baby-und Kleinkindsprechstunde richtet sich an Schwangere, Familien und Alleinerziehende mit einem Baby im Alter von bis zu drei Jahren, die Fragen oder Sorgen haben, sich informieren möchten oder einfach nur einen Austausch suchen. Eine Anmeldung ist nicht nötig.
Im Familiencafé kommen Eltern ins Gespräch. Wir laden ein, einfach eine entspannte und anregende Zeit mit dem Kind und einen schönen Nachmittag in Gemeinschaft zu verbringen. Geschwisterkinder sind herzlich willkommen.
Durch die Unterstützung können wir unser Projekt „Willkommen – Familien Zeit schenken“ neu beleben. Seit 2008 unterstützt das Projekt Familien mit Kindern im ersten Lebensjahr durch eine individuelle und unbürokratische ehrenamtliche „Nachbarschaftshilfe“.
Während der letzten zwei Jahre waren coronabedingt nur wenige ehrenamtliche „Einsätze“ möglich. Durch die Unterstützung der o.g. Fördermittel werden wir das Projekt wieder stärken.
Verlängerung der Elternstartkurse um bis zu 10 Treffen möglich. Sprechen Sie uns an!

 

 

PC-Kurs

Digitale Teilhabe von geflüchteten Frauen

Durch finanzielle Unterstützung des eeb-Nordrhein realisieren wir das Projekt Computercafé für und von Frauen mit Migrations- und Fluchterfahrung. Der Zugang zum Angebot ist für die Frauen durch die Förderung kostenfrei, unabhängig vom Aufenthaltsstatus, Herkunftsland, Sprache und Bleibeperspektive. Angesprochen sind sowohl Frauen, die bislang keine oder nur wenig Erfahrung mit Informationstechnologien haben, als auch Frauen mit digitalen Vorkenntnissen. Die Referent:innen sind fachlich sehr gut ausgebildet und verfügen ebenfalls über eine Flucht- und Migrationsbiografie. Die Themen der Kurse sind vielfältig: Es ist sowohl ein Raum, in dem technische Probleme und Erfahrungen ausgetauscht werden können, als auch E-Mails geschrieben werden, oder es Einführung in die Arbeit mit MS-Office Tools gibt.

Damit die Niedrigschwelligkeit des Angebotes gewährleistet ist, wird der Computerkurs im Anschluss an offene Elterncafés angeboten. Dies sorgt für einen einfachen Zugang der Frauen zur Weiterbildung im Bereich Computer und EDV. Das Café wird von ausgebildeten Fachkräften betreut, die jederzeit mit Rat, Tat und Fachwissen zur Seite steht. Vermittelt werden dabei Basiswissen in der Erstellung von Bewerbungen, Datendokumentation und dem Verfassen von formellen Briefen. Darüber hinaus dient das Computercafé als Ort des interkulturellen Austausches und es stärkt das Selbstbewusstsein der Frauen durch Zugewinn von Medienkompetenzen.  Die Frauen fungieren im Anschluss als Multiplikator:innen und tragen ihre Kompetenzen in die Familien und können beispielsweise ihre Kinder bei digitalen Lerneinheiten und der Kommunikation mit der Schule unterstützen.

Damit jede Teilnehmende einen eigenen Lern-PC hat, waren wir sehr froh über die Spende von 15 Laptops, vom Finanzamt Aachen im vergangenen Jahr. Die technische Aufbereitung der Geräte wurde ehrenamtlich übernommen. Ein geeignetes Endgerät steht den Frauen zu Hause oftmals nicht zur Verfügung, weshalb wir während unserer Öffnungszeiten die Nutzung der Laptops auch über die Kurszeiten hinaus anbieten.

Der PC-Kurs findet jeden Dienstag und Donnerstag im Haus für Familien statt.

Info und Kontakt: Marianne Kaufmann, Tel.: 0241-5152949 oder marianne.kaufmann@ekir.de

 

Patenprojekte "Willkommen Familien Zeit schenken" und "Chancenpatenschaften"

Viele Familien freuen sich über eine Begleitung im Alltagsleben, insbesondere bei der Beantwortung der Behördenpost oder bei Hilfe bei der Formulierung von Bewerbungsschreiben, und bei der Betreuung von Babys im ersten Lebensjahr und deren Geschwister. Wir freuen uns, dass uns ein Team von kompetenten, zuverlässigen und engagierten ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen zur Seite steht.

Unterstützung bei Behördenpost

Die Ehrenamtlichen leisten praktische, alltagsnahe Hilfe, und geben ihre Erfahrung weiter.
Sie sind im besten Fall zuverlässig, belastbar, tolerant und verschwiegen, helfen in den eben beschriebenen Situationen. Sie sind versichert, bekommen ihre anfallenden Fahrtkosten erstattet und wir bieten regelmäßige Fortbildungsangebote an. Das Ehrenamt ist in unsere professionellen Strukturen eingebunden und fachlich begleitet. In diese fachliche Begleitung muss selbstverständlich eine Kultur der Anerkennung und Wertschätzung integriert werden. Die Ehrenamtlichen erhalten die Chance, ihre Kompetenzen, ihr Wissen und ihre Ressourcen gewinnbringend für andere Menschen einzusetzen. Das Patenprojekt ist eine sehr gute Ergänzung unserer Arbeit und für die betroffenen Menschen in ganz besonderen Lebenssituationen ein großer Gewinn.

Willkommen – Familien Zeit schenken

Die Geburt eines Babys ist ein ganz besonderes Ereignis. Die Eltern sind überglücklich, aber alles ist anders. Das bisherige Leben wird auf den Kopf gestellt und der gewohnte Alltag umgekrempelt. In dieser Zeit brauchen Familien Unterstützung.
Diese Unterstützung bekommen sie von „Willkommen - Familien Zeit schenken“. Die Initiative versteht sich als moderne, organisierte Nachbarschaftshilfe. Sie ist eingebettet in die Arbeit des Hauses für Familien Aachen. Die Koordinatorin Astrid Simons begleitet die Ehrenamtlerinnen in ihrem Engagement. Diese unterstützen die Familien innerhalb des ersten Lebensjahres ein- bis zweimal pro Woche für jeweils zwei bis drei Stunden. Sie entlasten die Familien durch Kinderbetreuung, Begleitung zu Terminen, Gespräche, Hilfe bei der Organisation des Alltags, uvm.

 

Kursangebote / Projekte

Haus für Familien

Evangelische Familienbildung Aachen

Martin-Luther-Str. 16 |52062 Aachen
Tel: 0241-5152949
E-Mail: info@hausfuerfamilien-aachen.de

Öffnungszeiten der Verwaltung:

Mo – Do                    8:30 - 16:00 Uhr

Mittwoch                    8:30 - 14:00 Uhr

Freitag                       8:30 - 15:00 Uhr

In den Schulferien:

Mo - Do    9:00 - 12:00 Uhr